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Ulrike Quade / Deutschland / Niederlande The Wall || ca. 60 min
Deutsche Erstaufführung
Im Zentrum von „The Wall“ stehen drei historische Figuren, die ihre Überzeugungen mit größter Radikalität
verfolgen. Im Wechselspiel zwischen Ulrike Meinhofs sozialkritischen Ideen und Hermann Görings faschistischen
Machtintentionen wird Medeas Liebestragödie geboren. Obwohl Motive und Situationen sich komplett
voneinander unterscheiden, würden alle drei für ihre Überzeugung durch Wände gehen – und damit
ihren Tod in Kauf nehmen.
Die Arbeit von Ulrike Quade ist eine Mischung vielfältigster künstlerischer Formen, deren Elemente aus
Tanz, Performance, Puppenspiel und Architektur auf Assoziationen basieren. So erklärt es sich auch, dass
die erste Version von „The Wall“ im Jahr 2007 für das Massachusetts Museum of Contemporary Art entstanden
ist. 2009 – zwanzig Jahre nach dem Mauerfall – kommt sie als deutsche Erstaufführung zum Internationalen
Figurentheater-Festival nach Nürnberg.
„Die Inszenierung ‚The Wall’ der Künstlerin Ulrike Quade ist wie ein böses Märchen. Die Formgebung ist
prächtig. Sie wird in Kombination mit Tanz, Schauspiel und Puppenspiel schlicht ausgeführt. Auf surrealistisch-
assoziative Weise zeigt sie ein Bild von Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. (...) ‚The Wall’ ist
kohlpechrabenschwarz, aber wunderschön. Die Körperbeherrschung der Spieler, darunter Quade selbst,
ist beeindruckend, die Live-Musik von Erik Sanko ergreifend, sicher in Verbindung mit dem Schlussbild einer
teufelsartigen Figur im irreführenden jungfräulichen Weiß.“ Volkskrant, November 2008
Three historical figures pursuing their convictions with absolute abandon are at the centre of “The Wall”. Medea’s love
tragedy is born of the contrast between Ulrike Meinhof’s social ideals and Hermann Göring’s radical pursuit of power. And
even though their motives and situations are totally different, all three of them would go crashing through walls for their
beliefs if need be – true till death.
Spieler: Silke Hundertmark, Ulrike Quade, Gerindo Kartadinata | Künstlerische Leitung, Puppen und Regie: Ulrike Quade |
Dramaturgie und Endregie: Georg Weinand | Bühne: Michiel Voet | Komposition und Live-Musik: Erik Sanko | Kostüme: Zita
Winnubst | Licht: Desirée van Gelderen | Technik: Robbert de Jongh www.ulrikequade.nl



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17.05.2009, um: 20:00 h || Tafelhalle
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