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Yvette Coetzee / Südafrika / Deutschland Keine Palmen. Keine Löwen. Keine Affen. || ca. 80 min
teilweise in englischer Sprache
Wenn man als Weiße in Afrika geboren wird, kann das viele unangenehme Fragen aufwerfen. Die Südafrikanerin
Yvette Coetzee macht sich auf die Suche nach Antworten. 1904 fuhr ihr deutscher Urgroßvater in
das damalige Deutsch-Südwestafrika, um im Hererokrieg, der als erster Völkermord des 20. Jahrhunderts
gilt, zu kämpfen. Nach dem Krieg kaufte er sich eine Farm westlich von Windhoek, wo Coetzees Großmutter
immer noch wohnt. Die 89-Jährige spricht Deutsch, sieht deutsches Fernsehen und klammert sich an
ihre deutsche Kultur im heutigen Namibia.
Das Stück sucht nach den Verknüpfungen von historischen und privaten Ereignissen, ist neugierige Ausgrabung
und zugleich Auseinandersetzung mit der Frage nach politischer und persönlicher Verantwortung.
Coetzee hat in ihrem Text fiktive und tatsächliche Erinnerungsbruchstücke zu einem lückenhaften Puzzle
zusammengesetzt. Die Inszenierung schafft mit Elementen aus Schauspiel und Objekttheater einen assoziativen
Bildraum für diesen sehr persönlichen Rekonstruktionsversuch.
„In Afrika ist Yvette Coetzee nicht mehr heimisch, in Berlin wird sie von der Familiengeschichte heimgesucht.
Ein nachdenklich-eindrucksvoller Theaterabend.“ Westdeutsche Zeitung, März 2008
If one is born “white“ in Africa, paging through the family photo albums can raise a lot of uncomfortable questions. Yvette
Coetzee, author and actress, sets out to look for answers. The private anecdotes reflect an attempt to find historic “truths“
and are an investigation of personal responsibility in the face of such an inheritance.
Text und Spiel: Yvette Coetzee | Regie: Anne Hirth | Produktionsleitung: Katja Kettner / Yvette Coetzee | Bühnenbild: Alexandra
Süßmilch | Kostüme: Marlen Melzow / Alexandra Süßmilch | Technik: Oliver Szewc | Licht: Peter Göhler | Ton: Mathias Klütz
Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder. www.buerofuerzeitundraum.de/produktionen/palm.html



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20.05.2009, um: 22:00 h || Theater Salz+Pfeffer im KaLi
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